SchulCMS 2010

Herschelschule-Ganztagsgymnasium
 
Bildunterschrift

XLAB: Drei Tage selbst experimentieren

Begonnen hat alles damit, dass Herr Kantian erwähnt hatte, dass unsere Schule in diesem Jahr ein Herschelstipendium für einen Besuch des XLAB Experimentallabor in Göttingen (www.xlab-goettingen.de) anbietet. Also habe ich mich sofort beworben ohne viel Hoffnung den Platz zu bekommen. Da sich aber dann doch nur sehr wenige Herschelschüler beworben hatten, hatten ich und Sabrina Liedtke (12.Jg.) nun das Glück teilnehmen zu dürfen.

Ich hatte mich für das Fach Physik angemeldet. Weil das Interesse für den von mir gewählten Kurs Radioaktivität nicht so groß war, wurde der Kurs auf einen Tag verkürzt, sodass ich auch noch Zeit hatte an den Kursen Steganographie und Laserphysik teilzunehmen. Meine Kurse fanden in der ersten Woche der Osterferien von Montag bis Mittwoch statt.

Am Montag sollte es um 10.00 Uhr im XLAB losgehen. Also fuhren wir Montag früh mit dem ICE nach Göttingen und dort dann mit dem Bus zum XLAB-Gebäude auf dem Campus der Universität. Dort angekommen wurden wir auch gleich von Frau Koch, der Organisatorin, begrüßt. Sie zeigte uns das XLAB, den Frühstücksraum und die Laborräume.

Für mich hieß es dann also für heute Steganographie, das ist die Kunst, geheime Informationen in unverfänglichen Nachrichten zu verstecken. Wir lernten Texte in Bilddateien zu verschlüsseln, ohne das man den Bildern dies ansieht, und diese Texte auch wieder herauszulesen. Es ist schon erstaunlich, welche Möglichkeit sich nun ergeben, um zum Beispiel Raubkopien zu erkennen. Zwischendurch konnten wir in der Uni-Mensa günstig mittag essen. Am späten Nachmittag endete der erste Kurs. Nun machte ich mich mit 3 weiteren Teilnehmern auf den Weg in unsere Unterkunft. Dies war leider nicht das benachbarte Gästehaus der Uni sondern ein weiter abgelegenes Jugendgästehaus, welches nicht gerade als ein Sternehotel zu bezeichnen ist. Weil es hier nicht besonders gemütlich war, nutzten wir die freien Stunden am Abend, um Göttingen ein wenig kennen zu lernen. Da Göttingen eine Studentenstadt ist, hatten wir somit auch eine große Auswahl an Bars, die wir erkundeten. Leider fuhr der letzte Bus viel früher als in Hannover üblich, sodass wir unsere Erkundungstour des Göttinger Studentenlebens zumindest für diesen Tag vorzeitig abbrechen mussten.

Am Dienstag stand Radioaktivität auf dem Plan. Wir konnten selbstständig sehr interessante Experimente mit radioaktiven Stoffen durchführen und mussten sogar auf Einstein zurückgreifen, um unsere Ergebnisse nachzuvollziehen.
Am Mittwoch nahm ich am Kurs Laserphysik teil (siehe Bild). Nachdem der Dozent uns die Funktionsweise eines Lasers erklärt hatte, konnten wir dann auch selber am Laser experimentieren, was mein Interesse weckte. Wir haben zum Beispiel den Durchmesser des Strahls und die Wellenlänge des Lasers gemessen. Nach dem Kurs, am Mittwoch Nachmittag, hieß es für mich dann auch schon wieder die Heimfahrt anzutreten und mit dem Zug ab nach Hannover.

Der Besuch des XLABs war eine sehr wertvolle Erfahrung für mich und ich habe auch viel Spaß gehabt.
Natürlich möchte ich mich hiermit auch noch herzlich bei dem Begegnungscafe und dem Ehemaligenverein bedanken, die das Stipendium finanziell ermöglicht haben.

Meike Bagge, Klasse 11c

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