SchulCMS 2011Herschelschule-Ganztagsgymnasium |
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XLAB 2007
Es war ein Montagmorgen, an dem ich nach einer kurzen Zugfahrt auf dem Nordcampus der Uni stand und mich fragte, was mich hier wohl erwartet. Ich sah vor mir ein buntes, fünfstöckiges Gebäude, was dadurch dennoch nichts an Seriosität verlor - das XLAB. Kurz nachdem ich es mir im fünften Stock des Gästehauses bequem gemacht hatte, begann schon der Kurs "organische Reaktionsmechanismen", in dem ich nur wenige Schüler meines Jahrgangs traf. Die meisten waren in der Kursstufe. Dennoch wurde der Stoff verständlich und für mich sehr interessant gestaltet. An jenem Abend ging ich mit meinen Zimmerkameraden in die Stadt zum Essen und zum Einkaufen. Tag zwei brach an: Das Thema hieß "Farbstoffe und Photometrie". Wir arbeiteten mit dem Photometer und stellten Indikatorfarbstoffe her, die wir später mit Säuren und Laugen testeten. Die Gruppe bestand an dem Tag aus nur fünf Leuten, was das Arbeiten vereinfachte und beschleunigte. Nach dem Kurs machte ich mich wieder mit meinen Zimmerkameraden auf einen Trip in die Stadt, wo wir zu Abend aßen. Vor dem Schlafengehen dachte ich daran, wie bunt das Labor an jenem Tag aussah. Von nun an war er für mich der "Tag der bunten Handschuhe". Jeder Tag hatte ein neues Thema und das des Folgenden hieß "Komplexchemie", was mir so gut wie nichts über den Inhalt des Kurses sagte. Den ganzen Tag beschäftigten wir uns mit Nachweisen und Reaktionsmechanismen. Nebenan experimentierte ein Schüler des 12. Jahrgangs für seine Seminarfacharbeit. Er beschäftigte sich unter anderem mit oszillierenden Reaktionen. Sein Thema hat es mir wirklich schwer angetan und ich überlegte mir, ob ich nächstes Jahr das gleiche Thema bearbeiten sollte. Am Donnerstag wurde es wirklich voll, weil alle Schüler, die vorher in der Physik waren, zusammen mit uns nun ASS, besser bekannt unter dem Namen Aspirin®, kochen wollten. Die Synthese von Aspirin war der Herstellung des Paracetamol annährend gleich. Als es spät wurde, bestellten wir uns eine Pizza und unterhielten uns im Zimmer darüber, was die Universität und die Stadt Göttingen dem Studierenden zu bieten haben. Der letzte Tag brach an, auf dem Plan standen "Brennstoffzellen", an die sich wieder alle Schüler aus der Physik beteiligten. Anfangs gab es viel Theorie und danach ging es ins Labor. Wir sollten eigene Brennstoffzellen zusammenbauen. Mein Partner und ich haben bei uns eine Spannung von 1 Volt gemessen etwas lachhaft, jedoch nicht zu unterschätzen, wenn eine größere Apparatur aufgebaut wird. Nachdem ein Großteil der Leute weg war, gingen wir einen Stockwerk tiefer in die Physik, wo wir ein kleines Auto untersuchten, das dem Wasserstoffauto von DaimlerChrysler technisch sehr ähnlich war. Eingebaut war eine Station zur Elektrolyse, in der aus Wasser Sauerstoff und Wasserstoff hergestellt wurden. Außerdem war eine Brennstoffzelle eingebaut, in der aus den beiden Komponenten, Sauerstoff und Wasserstoff elektrischer Strom erzeugt wurde. So brachten wir das Auto zum Fahren. Schließlich kann ich sagen, dass meine Erwartungen an die Zeit im XLAB erfüllt worden sind und ich sehr froh bin, mit dabei gewesen zu sein. Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei dem Ehemaligenverein der Herschelschule und bei den Eltern, die uns täglich mit Snacks im Begegnungscafé versorgen, für die Finanzierung und vor allem für die schöne Zeit bedanken, die ich in Göttingen dank ihnen verbringen durfte. Michael Galchenko, 11b [ zurück ] |
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