SchulCMS 2011

Herschelschule-Ganztagsgymnasium
 

Julien Paitel nimmt am deutsch-französischen „Brigitte-Sauzay-Programm“ teil. Damit kommt man für drei Monate in eine deutsche Gastfamilie und eine Gastschule, danach kommt der deutsche Partner in dieselbe Familie in Frankreich.

Interview mit Julien Paitel

Julien Paitel


Julien, wie alt bist du? 15 Jahre

Und wann hast du Geburtstag? Am 07. August

Hast du Geschwister? Ja, zwei Brüder, Paul (14) und Antoine (11)!

Und eine Freundin? Ja. Sie ist im Moment in Martinique (In Frankreich sind bereits Ferien, sie beginnen Anfang Juni und enden Anfang September).

Wo wohnst du in Frankreich? Ich wohne in Biard (ca.100.000 Einwohner), in der Nähe von Poitiers, zwischen Bordeaux und Paris.

In welcher Klasse bist du? Jetzt in der „ Seconde“, noch zwei Jahre bis zum ,,bac".

In welche Klasse gehst du hier? Die 10M.

Die 10M ist eine Musiklasse: Ja, klar! Ich spiele E-Bass. Sie spielen voll gut! Es ist richtig schön!

Warum bist du hier? Ich bin hier um Deutsch zu lernen und um viel Spaß zu haben.

Ist die deutsche Schule besser als die französische? Ja!

Und warum? Es gibt weniger Unterricht und die Schüler haben einen Klassenraum (In Frankreich unterrichten die Lehrer nur ein Fach und haben einen eigenen Raum, zu dem die Schüler gehen müssen).
Und die Musikklasse ist lustig.

Ist deine Klasse in Frankreich multikulti? Meine Klasse ist nicht so multikulti, aber in Paris sind es die Klassen.
(In Frankreich sind alle, die dort leben, auch Franzosen)

Wie viele Schüler sind in deiner Klasse? Jetzt 32 und nächstes Jahr sind wir 35.

Sind ja ziemlich viele. Sind die Klassenräume größer als unsere?
Sie sind in etwa gleich.

Wie viele Schüler gibt es auf deiner Schule in Frankreich?
Etwa 1000.

Und ist sie eine gemischte Schule? Ja.

Wie ist das Schulsystem? Also es gibt vier Schulen: maternelle, élementaire, collège und lycée.
Meine Schule bietet seconde, première und terminale (also wie unsere Sek. II) an.

Gibt es einen Unterschied zwischen der Herschelschule und deiner?
Ja. In Frankreich gehen die Schulgebäude in die Höhe. In Deutschland mehr in die Breite.

Wie sieht es mit AGs aus? Habt ihr welche?
Ja, sie sind zwischen Mittag und 14.00 Uhr und freiwillig.

Gefällt dir der deutsche Unterricht? Ja, es gibt viel mehr mündliche Beteiligung, in Frankreich kaum. Da redet der Lehrer die ganze Zeit. Hier stellt er Fragen und die Schüler beantworten sie. Das gibt es zwar auch bei uns, aber hier viel mehr.

Wie kommst du zur Schule? Mit dem Fahrrad, aber die meisten fahren mit dem Schulbus oder mit den Eltern. Einige schlafen auch in der Schule (Internat).

Fiel es dir schwer, dich auf deutsche Gewohnheiten umzustellen?
Es war einfach.

In Frankreich schlafen die Franzosen ja auf ,,traversins". In Deutschland auf großen Kopfkissen.
Was bevorzugst du? Beides! Ich schlafe eh wuselig, aber mit ,,traversins" kann man besser Kissenschlachten machen.

Was ist dein deutsches Lieblingsessen? Wiener Schnitzel.

Und französisches? Des ,,tomates farcies".

Und was ist das? gebackene Tomaten mit Fleischwurst gefüllt. Man isst das mit Pommes oder Reis.

Gehst du in Frankreich in Diskos? Man kann nicht in Diskos gehen, ehe man nicht 18 Jahre alt ist.

Shisht ihr in Frankreich auch? Ja, aber nicht so auffällig!

Hast du einen ,,petit boulot"? Nein, aber viele meiner Freunde haben einen.

Gibt es Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland?
Keine wirklichen, aber in Frankreich sind die Fachwerkhäuser nur aus Holz und hier in Deutschland total bunt.

Was sind deine deutschen Lieblingsworte? Schublade und zickzack.

Olena und Julien

Würdest du wieder nach Deutschland kommen wollen?

Ja. Ich könnte es mir auch vorstellen hier zu leben, aber nur mit Wasser ohne Kohlensäure und ohne deutsches Abendbrot.

Auch nach Hannover? Ja, nächstes Jahr fahre ich aber mit meiner Klasse nach Berlin.

Wie findest du das Wetter hier? Ganz gut, aber in Frankreich ist es besser.

Was ist typisch französisch? Cool sein, faul und keine Ahnung.

Was ist typisch deutsch für dich? Schnurrbart, Apfelschorle, Fahrrad fahren, Abendbrot und Socken mit Sandalen.

Karin Breuker, Olena Dombek, Eugenia Marsall und Tuong Vi Tran aus der 10 FL