SchulCMS 2010

Herschelschule-Ganztagsgymnasium
 

Marianne Peters (11c) ist START-Stipendiatin

Am 28.11.2007 hat in einem feierlichen Rahmen die Aufnahmezeremonie der START-Stipendiaten in Niedersachsen stattgefunden. Marianne war nach erfolgreicher Bewerbung unter den Ausgewählten und konnte von dem Niedersächsischen Kultusminister Bernd Busemann die Urkunde entgegennehmen.
Auch unsere Schule kann stolz sein über dieser Auszeichnung und freut sich mit Marianne über die zukünftige Förderung.

Hier zunächst eine kurze Information über das START-Programm:
Schülerstipendien für begabte Zuwanderer
START möchte Zuwandererkarrieren in Deutschland den Weg bereiten – als Ansporn zur Integration, als "Investition in Köpfe" und als positives Signal in unsere Gesellschaft hinein.

Begabte und engagierte Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren erhalten auf ihrem Weg zum Abitur eine finanzielle und ideelle Förderung. Die Erfahrung aus fünf Jahren START zeigt: Überdurchschnittliche schulische Leistungen können erreicht werden, wenn die Schüler zugleich gefördert und gefordert werden. Die Stipendiaten sind zu Botschaftern einer gelungenen Integration geworden.

START hat viele Mitstreiter gefunden: Über 90 Kooperationspartner unterstützen das Programm – Stiftungen aus Deutschland und den USA, Kultusministerien, Kommunen, Privatpersonen, Unternehmen und Vereine. Das gemeinsame Ziel ist es, mit START aus einem Projekt eine kleine Bürgerbewegung zu machen. Damit sollen junge Zuwanderer erfahren, dass sich Leistung in Deutschland lohnt. Und dass es hier eine echte Chance für sie gibt.



DAS START-STIPENDIUM – ICH BIN DABEI

Nun werden sich viele fragen, was das START-Stipendium ist und was es einem überhaupt bringt, aber ich kann Euch beruhigen, ich selbst kannte dieses Programm bis kurz vor den Sommerferien 2007 auch nicht.
Frau Schlichting-Seidel hat mich darauf aufmerksam gemacht und mir in der Vorbereitungszeit sehr geholfen. Eigentlich dachte ich, dass ich in diese „Förderung der begabten Zuwanderer“ nicht passe, aber einen Versuch war es wert. Eine Bewerbung musste geschrieben und mein bisheriger Lebensgang musste zu Papier gebracht werden. Zu den Grundbedingungen gehören z. B. das Besuchen einer Schule in einem Bundesland, in dem START bereits vertreten ist, gesellschaftliches Engagement, gute bis sehr gute schulische Leistungen und ein ausgeprägtes Persönlichkeitsprofil.
Erstaunt war ich, als ich eines Tages eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhielt, um mich vorzustellen. Zu meiner Verwunderung verlief das Gespräch sehr gut, obwohl ich doch so aufgeregt war. Nach dem Gespräch wurde mir mitgeteilt, dass ich in der nächsten Woche eine Antwort erhalten würde, aber es kam nichts. Ich dachte, dass sie mich bereits vergessen hätten und hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben. Zwei Wochen später kam ein großer Brief, was bei einer Bewerbung eigentlich nichts Gutes bedeutet (nämlich die Rücksendung der Unterlagen). Aber mir wurde mitgeteilt, dass ich sowohl im Bewerbungsschreiben als auch im Gespräch überzeugt habe, und ich bin nun sehr glücklich, dass ich zu den 19 Stipendiaten aus Niedersachen gehöre.
Zu der Förderung gehören zahlreiche Seminare, Exkursionen, eine PC-Ausstattung und monatliches Bildungsgeld.  Die Stipendiaten werden bis zum Abitur gefördert und begleitet. Natürlich hat man als Stipendiat Halbjahresberichte zu schreiben, Quittungen für die Ausgaben einzusenden und die Seminare zu besuchen.
Bis zu meiner Aufnahmezeremonie, oder besser gesagt: bis zu meinem ersten Seminar war mir nicht bewusst, wie viel diese Förderung ausmacht und welch´ tolle Erfahrungen einem ermöglicht werden. Als ich zu meinem ersten Seminar „Rhetorik“ nach Hamburg fuhr, wusste ich nicht, was mich dort erwartet. Die „Neuen“ wurden dort sehr herzlich in die große START-Familie aufgenommen.
Das Seminar dauerte 3 Tage, in denen wir durch Rhetorik-Trainer von  „Jugend debattiert“ betreut und unterrichtet wurden. Zu den Inhalten des Seminars gehörten die Grundlagen von Rede und Gespräch, Diskussionen in Debatten und das Debattieren selbst, attraktiv und verständlich präsentieren sowie den Körper sprechen lassen und das genaue Zuhören und Aufeinander-Eingehen.
Insgesamt fand ich das Seminar sehr lehrreich und doch unterhaltsam.

„Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen!“, auch das durfte ich erfahren. Die Jugendlichen sind für alles offen, motivieren und sind an jeder Lebensgeschichte interessiert. Es ist so, als ob man sich schon lange kennt, ohne aber den Namen des anderen zu wissen.

Ich freue mich schon auf das zweite Seminar in Springe und werde Euch natürlich auch darüber berichten.

Wenn Ihr Fragen zu dem Programm habt, dann kommt einfach zu mir oder schreibt mir eine Email: marianne.mat@web.de.

Alles Liebe,
Marianne Peters,  11c