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Ab in die Zukunft mit dem ScienceExpressDie 10 A unterwegs in Wolfsburg beim ScienceExpress Am 22. Oktober 2009 besichtigten wir, Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 A, in Begleitung unseres Physik- und Chemielehrers Herrn Dr. Kantian den „ScienceExpress" in Wolfsburg. Nach einer etwa einstündigen Fahrt mit dem Zug und dem Shuttlebus sind wir gegen 12.00 Uhr am ScienceExpress auf dem VW-Gelände in Wolfsburg angekommen. Der „ScienceExpress" ist ein Wissenschaftszug mit zwölf Waggons. Er ist von Ende April bis Ende November in ganz Deutschland unterwegs. Es handelt sich um ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt der Max-Planck-Gesellschaft mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die vorgestellten Themen beschäftigen sich mit naturwissenschaftlichen Fragen und zeigen, wie unser Leben in der Zukunft aussehen könnte. Als wir den ersten Waggon betraten, teilten wir uns auf. Ein Teil schaute sich zunächst im Schnelldurchlauf alle Waggons an, um von allen Themen einen ersten Eindruck zu bekommen. In einem zweiten Durchlauf wurden die Themen der zwölf Waggons detailliert unter die Lupe genommen. Ein anderer Teil schaute sich sofort die Themen nacheinander genau an. Der restliche Teil schloss sich den Führungen anderer Schulen an und erfuhr somit von den Führern die wesentlichen Informationen zu den einzelnen Themen. Der erste Waggon gab uns einen Einblick in die im ScienceExpress angesprochenen Themen. Auf einer Tafel wurden Fragen zur Zukunft aufgelistet. Der zweite Waggon beschäftigte sich mit Grundsätzlichem: Woher kommen wir? Woraus bestehen wir? Gibt es noch „andere Erden" irgendwo im Universum? Wir sahen Planetenmodelle und Bilder. Neben jedem Modell bzw. Bild gab es eine Tafel mit einer kurzen Erklärung. Der dritte Waggon beschäftigte sich mit Biologie und Nanotechnologie. Die Nanotechnologie wird benötigt, um in der Biologie z. B. die Gene zu untersuchen. Wir sahen dort Modelle von Genen und Kleinstlebewesen. Waggon vier beschäftigte sich mit unserem Gehirn und der Frage, ob Maschinen und Roboter bald so denken können wie wir Menschen. Wir hatten die Möglichkeit, ein Gesicht mit Hilfe unseres Tastsinns zu erkennen und an einem Gehirnmodell zu erfahren, welche Aufgaben die Abschnitte des Gehirns jeweils haben. Unter anderem sahen wir auch Modelle von Robotern. Im nächsten Waggon, Nummer fünf, erfuhren wir, was die weltweite Verbindung durch das Internet bewirkt. An einem Touchscreentisch hatten wir die Möglichkeit, uns über verschiedene Internetseiten zu informieren. Waggon Nummer sechs beschäftigte sich damit, wie neue Materialien und Stoffe erzeugt werden und wie die Fabrik der Zukunft aussehen könnte. Am Ende des Waggons sahen wir ein verkleinertes Modell davon. In Waggon Nummer sieben erfuhren wir, wie man Krankheiten und Behinderungen heilen kann und wie sich Krankheiten ausbreiten. Wir erfuhren, dass die Letztgenannten sich am schnellsten über den Flugverkehr ausbreiten. An einem Modell hörten wir das, was ein Arzt mit seinem Stethoskop hört. An einer anderen Modellstation versuchten wir, mit Handbewegungen eine Handprothese zu bewegen. Waggon Nummer acht zeigte, wie man im Jahre 2050 Lebensmittel anbauen und lagern muss, um die prognostizierte Weltbevölkerung von neun Milliarden Menschen ernähren zu können. An einer Uhr lasen wir ab, wie groß die Weltbevölkerung ist und wie schnell sie wächst: pro Sekunde werden drei Menschen geboren. Ein Modell von einem Haus, in dem Landwirtschaft betrieben wird und Platz für 6000 Menschen bietet, ist eine Zukunftsvision vom Leben im Jahre 2050. Im neunten Waggon sahen wir Ideen für die Zeit nach Kohle und Öl. Neue Energieträger wie Solarzellen wurden modellhaft vorgestellt. Waggon zehn ist von VW mitgestaltet worden. An Bildschirmen sahen wir umweltschonende Motoren und ihre Funktionen. Zusätzlich hatten wir die Möglichkeit, an einem Simulator den Schadstoffausstoß eines Autos je nach Fahrweise (im Sparmodus bzw. nicht im Sparmodus) zu testen. Im vorletzten Waggon, dem elften, wurden Trends und Entwicklungen der nächsten zwanzig Jahre vorgestellt. Der Waggon ist mit farbigen Lichtquadraten ausgekleidet. Das Highlight hier ist ein Bildschirm mit einer Kamera. Sobald die Kamera ein Gesicht ins Visier nimmt, wird anhand dieser Aufnahme auf dem Bildschirm angezeigt, wie sich die Person fühlt und welches Geschlecht sie hat. Diese Technologie scheint aber noch nicht ausgereift zu sein, da bei vielen das falsche Geschlecht angezeigt wurde bzw. die Geschlechtszuordnung sich ständig änderte. Waggon zwölf konnten wir nicht besichtigen. Dort befindet sich ein Labor, wo Schulklassen selbst arbeiten können. Nach der Zugbesichtigung hatten wir die Möglichkeit, uns die BlueMotion-Modelle von VW anzuschauen. Der VW Junior, für den kein Fahrer benötigt wird, war auch darunter. Danach haben wir den Sektor 18 des VW-Werkes besichtigt. Wir sahen dort, wie Roboter Karosserieteile produzieren - und das nahezu ohne Menschen. Ein anregende Exkursion ging schließlich zu Ende, als wir gegen 17.30 Uhr in Hannover ankamen. Alexander Krüger, Steve Müller & Finn Wulbrand Die [ Fotos ] von Suheda Acikgöz, Tina Hartmann, Dennis Kowski, Andam Mohamed und Mustafa Sirin vermittelln einen plastischen Eindruck vom ScienceExpress, ergänzt durch die Videos von Mustafa Sirin. [ zurück ]
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