SchulCMS 2011

Herschelschule-Ganztagsgymnasium
 

Jungs und Technik?

Das war mal!

...denn am 11. November 2011 war ich mit über 140 anderen Mädchen (darunter auch noch einige Weitere aus der Herschelschule) im Produktionstechnischen Zentrum Hannover, in dem der dritte „Mädchen und Technik"-Kongress stattfand. Wir Mädchen sind nämlich fest entschlossen, den Jungs den Kampf anzusagen und mit schlauen Ideen die Welt der Technik zu verändern. Dass Mädchen und Technik einfach nicht zusammen gehören, ist schließlich nur ein Klischee!

Die Teilnehmerinnen der Herschelschule (9A und 10A) an der Veranstaltung MuT!

Wir hatten die Möglichkeit, spannende Wissenschaftsshows zu sehen, an einem Technikwettbewerb mitzuwirken, interessante Experimente zu machen und Vorträge von wirklich bewundernswerten Frauen zu hören, die sehr erfolgreich in der Technikbranche sind.

Los ging es um 9:30 Uhr mit einer Begrüßung von Prof. Rissing, dem ersten Teil der Experimentshow Artewis und der Aufteilung in 16 Gruppen, in denen wir unterschiedliche Dinge erleben und ausprobieren durften. Schon bei der Anmeldung konnten wir unsere „Wunschgruppen" äußern. Einer unserer zwei Wünsche erfüllte sich, denn wir durften vormittags zum Thema „Frozen Life" experimentieren. In dem Projekt drehte sich alles um die Kryokonservierung, also das Aufbewahren von Zellen mit Hilfe flüssigen Stickstoffs. Das bedeutet, dass Pflanzen-, Tierzellen und beim Menschen Spermien, Eizellen und Embryonen eingefroren und nach einigen Jahren wieder aufgetaut werden und einfach so weiter leben können. Vielleicht wird es irgendwann sogar möglich sein, uns Menschen einzufrieren und nach einer Zeit weiterleben zu lassen! Wir experimentierten viel, aber das Erstaunlichste war für mich das Einfrieren von Rosen mit Hilfe flüssigen Stickstoffs. Am Ende waren die Rosen so hart, dass wir sie zerschlagen konnten!

Nach dem ersten Projekt war es Zeit für eine kleine Stärkung und für ein Gruppenfoto mit den vielen Teilnehmerinnen. Ja, über 140 Mädchen auf ein Bild zu kriegen hat gedauert, aber so viel Frauenpower auf einmal musste einfach verewigt werden.

Anschließend konnten wir frei wählen zwischen dem Technik-Wettbewerb, einem Gespräch oder Vorträgen erfolgreicher Frauen aus der Technikbranche. Leider konnten Lania, Katharina und ich auf Grund der hohen Teilnehmerzahl nicht an dem Wettbewerb mitwirken. Dafür haben aber Andrea, Lea und Meltem aus der 9A diesen Wettbewerb gewonnen, bei dem sie aus Papier und Strohhalmen den größten Turm gebaut haben!

Wir wählten die Vorträge. Diese waren ziemlich spannend, da wir aus dem Leben vierer erfolgreicher Frauen erfuhren, wie man einen technischen Beruf erlangen kann und welch eine große Vielseitigkeit dieser bietet. Eine dieser vier Frauen hat für ihren Beruf mit ihrer Familie sogar einige Jahre in Italien verbracht!

Die „Jugend forscht"-Schüler aus Hermannsburg staunten nicht schlecht als sie uns erklären wollten, was Alpha-, Beta- und Gammastrahlung sind und wir ihnen, ganz 9NW-like, alles erzählten, was wir im vorigen Schuljahr dazu gelernt hatten. Zusammen haben wir Bärtierchen mikroskopisch entdeckt, Schokoküsse platzen lassen und Wärmequellen per Infrarot-Thermografie untersucht. Die Atmosphäre in der Gruppe gefiel uns ziemlich gut. Über Gespräche erfuhren wir, dass einer der „Jugend forscht"-Teilnehmer über einen Wettbewerb sogar einen mehrwöchigen Aufenthalt in den USA gewonnen hatte! Hoffentlich schaffen wir das auch mal!

Zum Abschied wurden in der Experimentshow Artewis Blitze in Musik umgewandelt (Ja, Blitze haben musiziert!) und wir haben Katharina in einem Experiment die Haare zu Berge stehen lassen.

Insgesamt können wir alle sagen, dass dieser Tag sich sehr gelohnt hat und uns neben einem tiefen Einblick in die Welt der Technik auch noch sehr viel Spaß und neue interessante Bekanntschaften gebracht hat. Der MuT-Kongress ist zu empfehlen! Gerne würden wir nächstes Jahr auch wieder dabei sein.

Vielen Dank an Herrn Bloch und Herrn Dr. Jentzsch, die uns diesen schönen Tag ermöglicht haben!